Kathy Reichs - Blut vergisst nicht



Erscheinungsdatum: 30. August 2010
ISBN:  978-3896673244
Autor : Kathy Reichs
VerlagBlessing
Format: Hardcover
Seiten: 384
Zielgruppe: Leser forensischer Thriller





In Tempe Brennans neuen Fall scheint von Anfang an nichts so zu sein, wie es zunächst aussieht: Als man am Ufer eines Sees eine Leiche findet, die auf eine äußerst skurrile Art und Weise ums Leben gekommen ist ,wird diese schnell als James »Spider« Lowry  identifiziert. Doch laut einer alten Akte ist eben jener James Lowry bereits 1968 in Vietnam ums Leben gekommen. Es stellt sich nicht nur die Frage, wer statt dessen in James Lowrys Grab liegt, sondern auch, wie dieser bis zu seinem Unfalltod in See unbemerkt von der Gesellschaft ein normales Leben führen konnte. Um Licht ins Dunkel zu bringen begibt sich Tempe Brannan nach Hawaii, wo sich die  staatliche Behörde zur Auffindung vermisster US-Soldaten befindet. Als ob Tempe nicht mit dem toten US-Soldaten genug Arbeit hätte, wird sie auf Hawaii von einer Kollegin zu einem weiteren mysteriösen Todesfall zu Rate gezogen. So langsam beginnt Ihr die Arbeit über den Kopf zu wachsen, und dann gibt es auch noch die Probleme mit Ihrer Tochter, die sie eigentlich auf Hawaii angehen und lösen wollte. Dabei gerät sie völlig unbemerkt selbst in Lebensgefahr ....



Mit großen Erwartungen habe ich angefangen den 13. Fall der forensischen Anthropologin Tempe Brennan zu lesen. Da ich in der Vergangenheit schon einige Kathy Reich Bücher aus dieser Reihe gelesen hatte,  wusste ich was ich erwarten durfte. Der Plot, der zunächst vielversprechend schien, entwickelte sich leider kaum merklich weiter.Vielmehr kam es mir vor, als ob die Charaktere immer weiter und fester auf der Stelle treten. Es gab kein Vor und kein Zurück.  Kathy Reichs benutzt auch in diesem Roman wieder eine Reihe von Abkürzungen, französischen Begriffen und verliert sich in den Erklärungen von Dienststellen, Zusammenhängen und anderen Belanglosigkeiten. Auch die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Leichen waren für mich nach kurzer Zeit unverständlich und sorgten beim lesen nicht für Leselust, sondern eher für Lesefrust. Hinzu kam die fehlende Spannung und das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt, und sich nur noch um verschiedene Leichen und deren Vergangenheit dreht. Es fehlen überraschende Wendungen, sprachliche Kniffe und eine sinnvoll konzipierte Handlung.  Auch die Charaktere waren für meinen Geschmack viel zu oberflächlich gezeichnet und ließen den nötigen Tiefgang vermissen.  Daran konnte leider auch die traumhafte Kulisse Hawaiis , vor deren Hintergrund ein Großteil des Romanes spielt, nichts mehr ändern. Dies ist dann tatsächlich auch der einzige Bereich, bei dem die Autorin durch gründliche Beschreibungen hervor sticht: bei der Beschreibung der Schauplätze. Hier  verliert sie sich in Details und es entsteht der Eindruck einen Reiseführer und keinen Roman in den Händen zu halten. Zu Gute halten muss man Ihr allerdings, dass sie dem Leser einen ungewohnten Blick auf die Insel ermöglicht, und regelmäßigen Lesern Ihrer Tempe-Brennan-Reihe durch den Schauplatz eine Abwechslung von den üblichen Schauplätzen Quebec und North Carolina bietet.Auch in sprachlicher Hinsicht konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Dialoge wirken aufgesetzt und glänzen eher durch Ihre Kürze als durch Raffinesse. Mit diesem Buch ist Kathy Reichs wirklich kein Glanzstück gelungen und ich überlege ernsthaft ob ich zukünftig nochmal eines Ihrer Bücher lesen werde.








Kathy Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und lebt in Charlotte und Montreal. Vor Ihrer Laufbahn als Autorin studierte sie u.a. Archäologie und zählt heute zu nur 88 durch die American Board of Forensic Anthropology zugelassenen forensischen Anthropologen  Über Ihr Privatleben ist wenig bekannt, jedoch so viel, dass sie verheiratet ist und Kinder hat. Ihre Romane wurden bisher in über 30 Sprachen übersetzt und sind ein Garant für die Bestsellerlisten dieser Welt.
1997 erschien ihr erster Roman „ Déjà Dead“, der 1998 in Deutschland unter dem Titel „Tote lügen nicht“ veröffentlicht wurde.
2005 startete der amerikanische Fernsehsender FOX die Fernsehserie „Bones-Die Knochenjägerin“ , deren Vorlage die Romane von kathy Reichs waren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Verfilmung Ihrer Romane, vielmehr orientiert sich die Serien an einigen Motiven von Kathy Reichs Romanen.



Kommentare:

  1. Basiert darauf die Serie Bones? Kommt mir so bekannt vor. Wenn du die vorherigen Bücher empfehlen kannst, muss ich da mal reinlesen. Sowas ist eigentlich genau mein Ding.
    Liebst Irina

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  2. Ohman sowas interessiert mich leider nicht :( aber du hast es Mega schön erklärt !

    Liebes, http://dilanergul.blogspot.co.at/

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  3. Hey,
    Ich bin wirklich sehr dankbar für deine Review, ich hatte von dem Buch bisher noch nicht viel gehört aber interessiere mich sehr für Forensik, also wäre das Buch wohl früher oder später sowieso in meinen Händen gelandet :)

    Liebe Grüße
    Bilderbuchjugend

    www.be-different-to-me.blogspot.de

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  4. Das ist aber schade, das dieses Buch nicht so toll war.
    Mir sagt der Autor leider gar nix und auch das Buch, habe ich vorher nie gesehen.
    Meine Leserichtung ist das jetzt nicht unbedingt, aber wenn ich mal zu drüber nachdenke, lese ich zurzeit echt sehr sehr wenig.

    Vielleicht war das aber nur eine ausnahme, dass dieses Buch dich nicht Begeißtert hatte und das nächste wird dann wieder besser ;)

    Liebe Grüße

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  5. Um die Frage von oben zu beantworten: Ja, darauf beruht 'Bones'. Steht doch auch im Text über die Autorin!
    Ich habe bisher ein Buch aus der Reihe gelesen und war auch nicht besonders angetan. Aber ich kenne auch einige echte Fans, die jedes Buch von Kathy Reichs verschlingen...

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  6. Hallo Mary,

    Kathy Reichs steht schon ewig auf meiner WuLi. Ich will irgendwnan mal alle ihre Bücher lesen, nur irgendwie ist bisher keins eingezogen.
    Und bei Game of Thrones gebe ich dir Recht. Die Bücher habe alle mindestens 600 Seiten. Band 5 in Englisch hat 2000! Da liest man doch schon was länger dran, aber zum Glück ist die Story wirklich gut und man kann schnell und flüssig lesen. Meistens vergesse ich sogar die Zeit, was dann etwas blöd ist :D

    Lg Anna
    www.the-anna-diaries.de

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