Bis in den Tod hinein



Erscheinungsdatum:  15. Juli 2013
ISBN 97834423779835
Autor : Vincent Kliesch
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch/ 9,99
Seiten: 400
Zielgruppe: Thriller Leser






Eine Serie von grausamen Hinrichtungen erschüttert Berlin. Jede der Leichen ist mit einer Zahl versehen, die keiner ersichtlichen Logik folgt. Hauptkommissar Severin Boesherz und sein Team ermitteln.  Offenbar steht jede Zahl für eine Eigenschaft, die dem Täter so sehr an seinen Opfern missfällt, dass er sie dafür tötet: Einer der Toten ist ein Brandstifter, der in seinem eigenen Feuer stirbt, ein anderer ein Lügner, dem die Zunge abgetrennt wird. Als immer mehr Leichen gefunden werden und eine Frau verschwindet, zerrinnt Boesherz die Zeit zwischen den Fingern. Können ihm die Zahlen den Weg zum Mörder weisen?


In seinem ersten Buch mit dem Ermittler Severin Boesherz geht es nicht unbedingt überraschend um einen Serienmörder, der in Berlin sein Unwesen treibt. Serienmörder sind in Thrillern keine überraschenden Protagonisten mehr, allerdings muss ich sagen, dass der Autor hier einen gleichzeitig besonders perfiden (über die Hintergründe möchte ich hier nicht allzu viel verraten), als auch skurrilen Charakter erschaffen hat. 
Besonders in Auge stach mir die ungewöhnliche Widmung des Autors, die ihn bereist noch vor Beginn der Handlung für mich einnahm:
"Für alle Freunde des Genitivs. Gebt nicht auf!"
Mein erster Gedanke war "Ha, endlich einmal jemand, der sich offensichtlich auch immer über den falschen Gebrauch des Genitivs aufregt". Das die Sprache im allgemeinen, und die falsche Verwendung dieser im speziellen , noch zu einem wichtigen Bestandteil des Buches werden würde, sollte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
Bereits sehr früh im Verlauf der Handlung ist dieser dem Leser bekannt, was der Spannung allerdings in keiner Weise schadet. Viel mehr hat mich beim Lesen immer wieder der Gedanke beschäftigt was diesen Menschen zu diesen unfassbaren Taten treibt. Spekulationen meinerseits gab es viele, und dennoch war das Ende überraschend für mich. 
Trotz einigen negativen  Charakterzügen an Severin Boesherz, der mit seinen Mitmenschen nicht selten herablassend umgeht und auf diese oftmals arrogant wirkt, wurde er für mich immer  sympathischer. Er ist eine Figur mit Ecken und Kanten, dem es eben nicht darauf ankommt Everybodys-Darling zu sein. Er konzentriert sich dabei zielgerichtet und einen großen Portion Ehrgeiz auf seine Arbeit.
Die einzelnen Kapitel sind zwar  kurz gefasst, bieten aber dennoch ein hohes Maß an Abwechslung, was wirklich überraschend ist, wenn man bedenkt , dass einige Kapitel gerade mal über zwei, drei Seiten gehen. Der Schreibstil ist flott und flüssig, so dass man das Buch in wenigen Tagen gelesen hat. 
Eine absolute Empfehlung für alle Liebhaber des deutschen Thriller.


              

Kommentare:

  1. Das Buch klingt wirklich spannend, sollte ich auch mal lesen :)
    <3 Anna
    http://live-love-laugh-blogg.blogspot.de/

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  2. Hi,
    ich finde es oft auch nicht so schlimm, wenn der Mörder oder das Motiv im Buch schon schnell ersichtlich ist, wenn die Gefühlslage des Mörders oder Opfers realistisch beschrieben ist und mich fesselt. Danke, für den Buchtipp. Ich habe oft Schwierigkeiten etwas lesbares zu finden ;-)
    Liebe Grüße
    http://www.instylequeen.de/

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